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Gründung

Musiktradition seit 1766

 

1767: 8 Gulden für zwei neue Waldhörner

1822: 34 Gulden für zwei Inventionshörner

1825: 11 Gulden für zwei Trompeten

1827: 12 Gulden und 56 Kreuzer für eine Klarinette

 

Anhand derartiger Aufzeichnungen in den örtlichen Kirchenbüchern lässt sich die Existenz einer Kapelle seit mindestens 1766 belegen. Dass dabei nicht nur kirchliche Gelegenheiten Anlass zum Musizieren gaben, sondern auch zum Tanz und zu anderen geselligen Anlässen gespielt wurde, darüber geben außerdem die Protokollbücher der Krieger- und Soldatenkameradschaft Auskunft.

Für dieses über 200jährige Wirken erhielt der später gegründete Musikverein Waigolshausen im Jahre 1986 die höchstmögliche Auszeichnung: Der Vereinsvorsitzende Erwin Drescher konnte aus der Hand des damaligen Staatssekretärs der Bayerischen Staatskanzlei Edmund Stoiber die Pro Musica-Plakette entgegennehmen.

Vereinsgründung im Jahr 1968

 

Wir spielen zur größeren Ehre Gottes und zur Freude der Menschen,

aus Liebe zur Musik und Freude am Musizieren.

 

Mit diesem Leitspruch beginnt die erste Satzung und damit die Geschichte des Musikvereins Waigolshausen. Am 17. Februar 1968 hatten sich 39 Freude der Blasmusik im örtlichen Sportheim zur Gründungsversammlung eingefunden. Initiatoren waren u.a. die damaligen Dirigenten Siegbert Schlotter und Herbert Mauder sen. sowie Erwin Drescher, der zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde. In diesem Amt wirkte er über 25 Jahre lang ununterbrochen erfolgreich. Ebenso engagiert leitete sein Nachfolger Bernhard Köhler, der seit Vereinsgründung das Amt des ersten Schriftführers innegehabt hatte, ab Ende 1993 die Geschicke des Vereins. Als Bernhard Köhler 2006 seinen Rückzug ankündigte, wurden nach einer Satzungsänderung erstmals drei gleichberechtigte Vorsitzende gewählt: Michael Voit, Helmut Drescher und Herbert Mauder jun.

Aktuell stehen dem Musikverein Tanja Mauder und Herbert Mauder jun. als gleichberechtigte Vorsitzende vor.

 

Weitere Entwicklung des Musikvereins und seiner Kapellen

 

Die Entwicklungen der auf die Vereinsgründung folgenden Jahrzehnte belegen, dass man den Vereinszweck, „die Förderung und Pflege der Kirchen-, Volks- und Unterhaltungsmusik sowie die Heranbildung musikalisch begabter junger Menschen“ effektiv vorantrieb. Unter dem Stab des Dirigenten Siegbert Schlotter machte sich der Musikverein Waigolshausen bereits in den 70er und frühen 80er Jahren mit drei Jugendkapellen und insgesamt mehr als 100 Jugendlichen weit über die Ortsgrenzen hinaus einen Namen. Die musikalischen Erfolge wurden bei zahlreichen Wertungsspielen durch mehrere erste Ränge erreicht.

Auch die älteren Aktiven sorgten durch ihre Unterhaltungsmusik unter der Leitung von Herbert Mauder sen. in vielen Festzelten der Region für Stimmung und die Bekanntheit des Musikvereins.

 

Ein erster Höhepunkt in der Geschichte des jungen Vereins, der 1971 dem Nordbayerischen Musikbund beigetreten war, bildete die Veranstaltung des Bezirksmusikfestes im Jahre 1975. 48 Musikvereine gestalteten den großen Festumzug. Die ca. 1.500 Musikanten boten den geschätzten 14.000 Zuschauern ein fröhlich-buntes Bild und abwechslungsreiche Musikdarbietungen. Dass dieses Fest auch in anderer Hinsicht ein Fest des Superlative war, bezeugen Durst und Hunger der Gäste in den zwei Festzelten am Sportplatz: u.a. wurden 140 Hektoliter Bier ausgeschenkt, außerdem 7000 Bratwürste, 4000 Steaks und 10 Zentner Pommes verzehrt.

 

Weitere Höhepunkte waren das Kreismusikfest 1980 mit der Verleihung der goldenen Plakette am weiß-blauen Band, das Kreismusikfest 1986 mit der Übergabe der Pro Musica-Plakette und - anlässlich des 25jährigen Vereinsjubiläums - das Unterfränkische Jugendblaskapellentreffen 1993.

 

Es gab allerdings auch dunkle Momente in der Geschichte des Musikvereins: Viel zu früh starb 1983 der inzwischen zum Ehrendirigenten ernannte Siegbert Schlotter. Sein beharrlicher Einsatz für den Musikverein, seine Verdienste für die Musik in Waigolshausen und darüber hinaus können nicht hoch genug angerechnet werden. Diese Lücke würde nicht leicht zu schließen sein. Trotzdem gelang es dem Verein immer wieder aufs Neue, - auch unter den Aktiven - Dirigenten zu finden, die das Erbe Siegbert Schlotters antraten. So standen der inzwischen „Trachtenkapelle Waigolshausen“ genannten Kapelle u.a. Herbert Mauder jun., Wolfgang Düringer, Norbert Kehl, Armin Schuler, Thomas Steinlein, Rainer Klüspieß und Klaus Reichert vor und sorgten für ein breites Repertoire in der Konzert-, Kirchen- und Unterhaltungsmusik. Seit 2006 liegt die musikalische Leitung in Händen des Musikstudenten Christian Steinlein, erneut ein „Eigengewächs“ des Musikvereins.

 

Die Trachtenkapelle hat sich in dieser Zeit auch überregional einen Namen gemacht. Auftritte in ganz Deutschland führten sie bis in den hohen Norden. So entwickelten sich z.B. durch regelmäßige Engagements in Lunden/Schleswig-Holstein zahlreiche freundschaftliche Verbindungen. 1999 startete man zu ersten Gastauftritten außerhalb Europas: Bei ihrer Südafrika-Tour entdeckte die Trachtenkapelle ihr Herz für Afrika, so dass man 2005 eine musikalische Rundreise durch Namibia folgen ließ.

 

Von „Smarties“, „Teenies“ und „Fortissimo Kids“ - Jugendförderung

 

Die Ausbildung und Förderung musikalisch interessierter Kinder und Jugendlicher blieb dem Musikverein bis heute ein besonderes Anliegen. Dabei wurde die individuelle Instrumentalausbildung immer wieder durch die Bildung von Jugendkapellen ergänzt, in denen die Musikschüler erste Esemble-Erfahrungen sammeln und Bühnenluft schnuppern konnten.

Als man nach der Jahrtausendwende ein nachlassendes Interesse am Musikunterricht bemerkte, beschloss man, neue Wege überörtlicher Zusammenarbeit zu beschreiten. Seit 2004 bilden die Musikschüler von Hergolshausen, Teilheim und Waigolshausen zusammen ein Jugendorchester unter dem verheißungsvollen Namen „Fortissimo Kids“. Und das neue Konzept ging auf: Unter der unermüdlichen und kompetenten Leitung der Teilheimerin Michaela Weißenberger treffen sich inzwischen über 40 Schüler mindestens einmal wöchentlich zum gemeinsamen Üben. Das inzwischen durch die Wipfelder Musikerjungend erweiterte Orchester bietet seinen beiden Gruppen, den „Teenies“ und „Smarties“, neben ersten Orchestererfahrungen viele Gelegenheiten zu musikalischen Auftritten, aber auch zu anderen gemeinsamen Unternehmungen wie Zeltlager, Kinogänge u.s.w.

Die individuelle Ausbildung durch verschiedene Musiklehrer erfolgt weiterhin in den Heimatorten, wo die Jugendlichen ab einem bestimmten Alter bzw. Leistungsstand in die jeweiligen Musikkapellen integriert werden.

 

Gründungsmitglieder des Musikvereins Waigolshausen 1968

 

Böhm Anton  
Drescher Erwin  
Drescher Eugen  
Eichelmann Josef  
Köhler Bernhard  
Rauch Leo  
Rumpel Otto  
Saam Friedbert  
Schraut Hermann  
Strobel Herbert  
Voit Richard  
Wehner Ernst  
Weißenberger Albert  
Heilig Hermann verstorben
Keller Gottfried verstorben
Kremling Heinrich verstorben
Mauder Alfred verstorben
Mauder Eduard verstorben
Neder Anton verstorben
Benkert Theodor verstorben
Berthold Rudolf verstorben
Fenn Ludwig verstorben
Gößmann Erich verstorben
Hettrich Alfred verstorben
Hümmer Valentin verstorben
Hümpfner Franz verstorben
Köhler Hermann verstorben
Mauder Herbert sen. verstorben
Neder Albin verstorben
Rauch Guido verstorben
Rumpel August verstorben
Schlotter Siegbert verstorben
Schmitt Ludwig verstorben
Stark Rudolf verstorben
Voit Eugen verstorben
Wirsching Rudolf verstorben
Zeißner Bruno verstorben
Zitzmann Gottfried verstorben
     

Erste Vorstandschaft:
   
1. Vorst. Drescher Erwin
2. Vorst. Schraut Hermann
Schriftführer Köhler Bernhard
Kassier Strobel Herbert
Dirigent Schlotter Siegbert
Notenwart Voit Alfred
Sachwart Böhm Anton

 Neuwahl: Januar 2018

Mitgliederstand im Jahr 2017

295 (davon 56 aktiv und 6 Ehrenmitglieder)